Rusty

La cucina Italiana

Wortspiel aus Mottocross, geschrieben von Rusty am 14. Mai 2001

Schon als er noch ganz klein war, gehörte der Rieger Toni zur ewigen Anti-Bastion. Als seine Tante, die er abwechselnd Lini und Loni nannte, ihm zum elften Geburtstag einen Kuchen überreichte, sagte er brav Danke für die Torte, Lini, aber wo ist der Typ, dem ich sie ins Gesicht klatschen darf? Dass seine Tante ihm den Kuchen buk, lag übrigens daran, dass seine Mutter damals nicht aus dem Spa Gettysburg zurückgekehrt war. Sein Vater hatte das nie verkraftet und trug seinen Kummer seit dem täglich in die Bar ILLA am Bahnhofsplatz. Wo Dein Vater nur bleibt? Er hatte sicherlich ne Panne... – Er gibt sich höchstens die Kanne, Loni.

Erschwerend hinzu kam noch, dass der Toni eine leichte Behinderung hatte und wegen seiner verstümmelten Fussili in der Penne von allen gehänselt wurde. Euch nock i no aus, dachte er dann immer und wusste, dass es dazu niemals kommen würde. In seinem vermeintlichen Freundeskreis war er für alle nur der Tristi, passt da einfach nicht rein, dachten sich alle. Sein einziger Freund war ein sprechender Karbon-Ara, den sein Onkel ihm einst geschenkt hatte.

Älter geworden, versuchte er einen Neuanfang in der Schweiz, wo er eine Parfümeriekette mit dem Firmennamen Pom Odoro gründete. Doch dann ging alles von vorn o. Klaus Bacher, sein härtester Konkurrent, unternahm alles um ihn aus dem Geschäft zu drängen und, als er bei seiner Verlobten Tira Misu keine Latte mehr bekam, stellte sich heraus, dass diese lediglich als Spitzel fungierte, und in Bern Bacher heiraten wollte. Letztlich blieb ihm nichts, als der eintritt in ein Cappuccinokloster, was ihn im Express ohne jede Hab und Gut dastehen ließ.

Nu deln, da saß er also in seinem Kloster, las Agnellis Memoiren, und maß Capone eine große Bedeutung bei, während er von einem Leben als großer und geachteter Mann träumte. Er machte sich auch Gedanken über Religion, schaute sich Ali o und Oli o und fand, im Vergleich zu unserem christlichen Gott, war Allah rabiater.

Im Fernsehen lief die Talkrunde vom Ries Otto. Schauts Euch die Pest o!, rief er aus, ich glaub ich cozze!

Um endlich ausbrechen zu können, beging er schließlich, mit a Paar Messern bewaffnet, einen Bankraub, konnte unentdeckt fliehen und kaufte sich mit der Beute eine kleine Insel in der Nähe vom Kap Rese. Jetzt spielt er auf seinem Inserl Atari und übt sich im Vergessen.

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